Corona vs Austria 1:0

15. März 2020 Von Anna Katschnig

Es sind Zeiten, wie wir sie alle hier in Österreich noch nicht kennen. Leere Straßen, geschlossene Geschäfte, gespenstische Stimmung. Vor die Tür gehen bereitet Unbehagen und sollte auf das Nötigste beschränkt werden. Für Menschen die alleine Leben, insbesonders ältere und kranke Menschen in diesen Zeiten eine absolute Katastrophe. Stark betroffen von diesen notwendigen Maßnahmen der COVID-19 Pandemie sind aber auch unsere geliebten Grätzlgeschäfte und Unternehmen um die Ecke.

Mein letzter Besuch in meinem Lieblingsbuchladen am Freitag dem 13.03.2020 hat mich mit ziemlichen Sorgenfalten ausgestattet. Beim Verabschieden sagte ich noch zur Kassiererin “Wir sehen uns bestimmt bald wieder”. Sie blickte mich daraufhin deprimiert an und antwortete “Das glaube ich leider nicht. Wenn wir nur ein Monat zusperren müssen, sperren wir nicht wieder auf”. Das hat gesessen…

Natürlich plant die Regierung umfassende Hilfsmaßnahmen, ob diese aber rechtzeitig und vor allem für alle Betroffenen (Unternehmen, Betriebe, Läden, Künstler, Vereine und und und) Hilfe bieten können kann im Moment niemand abschätzen. Denn niemand kann auch mit Gewissheit sagen, wann diese Krise enden wird.

Was können wir in diesen harten Zeiten tun. Die in mir aufkeimende Unruhe wurde von einem weiteren Gefühl noch stärker überstimmt. Ich will helfen. Ich kann meiner normalen Arbeit im Moment nicht mit 100% nachkommen, da sich diese auf den Außendienst beschränkt. Das Privatleben bewegt sich Richtung 0. Ich will etwas tun, ich kann mit meiner Stimme für andere sprechen, mit meinem Einsatz anderen unter die Arme greifen.

Genaugenommen können wir alle in dieser Zeit so Vieles tun. Älteren Hilfe anbieten- möglichst ohne direkten Kontakt- (Einkäufe, telefonieren, seelischen Support). Wir können aber vor allem auch Unternehmen unterstützen. In dem wir zum Beispiel unsere Bücher und Brettspiele nicht bei Amazon und co bestellen sondern eben im Laden von nebenan. Welche Möglichkeiten es dazu geben könnte, das ist im Entstehen aber diese kleinen Betriebe sind unglaublich kreativ und brauchen jetzt unsere Hilfe.

Jetzt geht es erstmal um AWARENESS für diese schlimme Situation und für die aktive Unterstützung der Läden und Betriebe in unserer Nachbarschaft.

In einem nächsten Schritt wären natürlich Spenden denkbar, an einer Möglichkeit hierfür arbeite ich gerade.

Und nicht zuletzt, seien wir uns einfach alle in diesen schweren Zeiten die bestmöglichste Stütze. Gottseidank leben wir in Zeiten wo alles online und via Telefon machbar ist. Seien wir bitte füreinander da. Dann wird die Welt gestärkt aus dieser Krise treten, hoffentlich mit mehr Bewusstsein Füreinander, für unsere Umwelt und für ein gesundes Leben.